Der Buddha des Mitgefühls Beitragsbild

Der Buddha des Mitgefühls

Erklärungen zur Meditationspraxis von Chenrezig

Der Buddha des Mitgefühlt TitelbildAutor: Lama Thubten Yeshe
Softcover, 225 Seiten
Euro (D) 17,00
ISBN 978-3-9807572-4-9

Dieses Buch enthält einen Kommentar zu einer kurzen Meditationspraxis, die vom derzeitigen Dalai Lama verfasst wurde und der Entwicklung einer mitfühlenden Geisteshaltung dient. Lama Yeshe zeigt zum einen mit vielen Beispielen aus dem Alltag auf, wie wir uns durch unsere beschränkten Bilder von uns selbst und unseren Fähigkeiten einengen. Zum anderen beschreibt er in allen Einzelheiten die Visualisierungen und Klangmeditationen, durch die wir den Buddha des Mitgefühls – der potentiell in allen Lebewesen vorhanden ist – zum Leben erwecken.

Buchbesprechung:
„Lama Thubten Yeshe, der seine Ausbildung im Kloster Sera erhalten hatte, widmete den größten Teil seines kurzen Lebens – er verstarb 1984 im Alter von 49 Jahren – der Unterweisung westlicher Schüler. Ausgehend von dem von ihm errichteten Kloster Kopan, Nepal, zog es Tausende zu seinen Kursen dort oder in die anderen 120 Zentren, die seine Schüler überall in der Welt unter dem Dach der FPMT (Federation for the Preservation of the Mahayana Tradition) gegründet haben. Das vorliegende Buch basiert auf einer Abschrift mündlicher Unterweisungen, die Lama Yeshe als eine der ersten Einführungen in die tantrischen Lehren für westliche Schüler im Chenrezig Institute in Australien gab. Es handelt sich um einen Kommentar zu einer kurzen Meditationsübung über die Meditationsgottheit Chenrezig, den Buddha des Mitgefühls, die Seine Heiligkeit der Dalai Lama mit 19 Jahren verfasste. Bei dieser Guruyoga-Praxis nimmt der visualisierte Buddha das Aussehen des eigenen Lamas in seiner gewöhnlichen Form an – in diesem Fall des Dalai Lama selbst. Die Meditation über diese Gottheit dient insbesondere der Entwicklung einer mitfühlenden Geisteshaltung. Als Einleitung in die Grundlagen dieser Praxis erläutert der Lama die unterschiedlichen Herangehensweisen im Sutra- und Tantrafahrzeug, die Philosophie der Leerheit und die Abhängigkeit der Welt von der Sichtweise des Subjekts. Darauf aufbauend gibt er einen kurzen Kommentar zu den einzelnen Versen des Grundtextes und erläutert, wie man diese Praxis in jede Minute des Lebens einfließen lassen kann. Dabei wird die ausgefeilte Psychologie des Tantra mit dessen wunderbaren und effektiven Methoden deutlich, die den Übenden in Kontakt mit seinem Potenzial für Klarheit, Freude und Mitgefühl bringt. Lama Yeshe beschreibt, wie wir uns durch unsere beschränkten Bilder von uns selbst einengen und erklärt Meditationen, die das tiefste Potenzial zur Buddhaschaft erwecken helfen, das jedem Wesen innewohnt. In diesen Ausführungen zeigt sich – wie in allen Werken des Autors – sein besonders eindringlicher, unkonventioneller Stil. Der Leser spürt, dass es ihm nicht genug damit war, diese Lehren darzustellen, sondern dass er sich von Herzen bemühte, jeden einzelnen Schüler persönlich anzusprechen. Dabei verwendete er gern plastische Beispiele aus dem Alltag, um die Philosophie des Tantra als praktische Möglichkeit für die persönliche Übung lebendig werden zu lassen, ohne dabei die Lehren zu verwässern. In der Übersetzung der Unterweisungen ins Deutsche wird deutlich, dass Lama Yeshe direkt in einem gebrochenen Englisch lehrte, und dass ihm der enge Kontakt zu den Schülern offenbar wichtiger war als eine ausgefeilte Sprache. Wem es aber um die Essenz der Praxis geht, wird in diesem Werk eine konkrete und greifbare Einführung in grundlegende Praktiken des oft so mystifizierten Tantra vorfinden, die sehr geeignet ist, ein erstes Gefühl für das innere Wesen dieses außergewöhnlichen spirituellen Weges zu erlangen.“